Wer in diesen Tagen das Berliner Messegelände besucht, soll dort die größte IFA aller Zeiten erleben. Die zum Auftakt veröffentlichten Zahlen sprechen dafür: 1.423 Aussteller - gut einem Fünftel mehr als vor einem Jahr - und eine auf 134.400 Quadratmeter um 11 Prozent gewachsene Ausstellungsfläche. Doch welche Neuheiten werden auf der 50. IFA geboten?
Auf den ersten Blick erscheint das Bild in den Berliner Messehallen nicht anders als in den Vorjahren: Die IFA ist und bleibt eine bunte flimmernde Fernsehwelt. Wenn man genauer hinschaut, merkt man schnell, da gibt es doch viel Neues. Warum stehen die Menschen oft mit Brillen vor den Bildschirmen? 3D lautet die neue Fernsehformel. Was Filmfans durch Blockbuster wie "Avatar" im Kino längst erfahren haben, soll nun auch im heimischen Wohnzimmer erlebbar werden. Die Fernsehbilder werden dreidimensional.
Viel Euphorie mit gebremstem Schaum
Fast alle namhaften Fernseh-Gerätehersteller haben gleich Dutzende neue, 3D-fähige Fernseher nach Berlin gebracht, und dazu sicher mehrere tausend Brillen, ohne die das dreidimensionale Vergnügen bislang nicht funktioniert. Warum einer der führende deutschen Hersteller, die Firma Loewe, auf dieser IFA noch nicht in der 3D-Liga mitspielt, erklärt Unternehmenssprecher Dr. Roland Raithel: "Es ist zwar sehr faszinierend, 3D am Fernsehbildschirm zu sehen. Nur, wir meinen, dass das mit der dafür notwendigen Brille nicht häufig gemacht wird." Da die Kunden im gehobenen Marktsegment 3D erwarteten, werde auch Loewe in Zukunft seine Geräte mit dieser Funktionalität ausstatten. "Wir wollen nicht die Ersten sein, sondern wir wollen die beste 3D-Lösung", fügt Raithel hinzu.
TV kann Internet und 3D
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