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ARCHIVBILD: Ein Bergmann prüft die sogenannte "Dahlbusch-Bombe" - eine Rettungskapsel, mit der die eingeschlossen Bergleute ans Tageslicht zurückgeholt wurden. (Foto: ap)

Sieht man die Bilder der eingeschlossenen Bergleute in Chile, erinnert man sich hier in Deutschland an ein Grubenunglück, das in den 1960er Jahren die ganze Nation über zwei Wochen in Atem hielt:

Im niedersächsischen Lengede bricht am Abend des 24. Oktober 1963 ein oberirdischer Klärteich ein. Gewaltige Mengen Schlamm und Wasser strömen in die unterirdische Grube. 19 Bergleute sterben sofort. 79 Männer können sich in den ersten Stunden aus eigener Kraft ins Freie retten. Sieben weitere werden am nächsten Tag gerettet. Wenige Tage später werden drei weitere Kumpel gefunden. Doch immer noch werden 21 Bergleute vermisst. Nach über einer Woche gibt man den Verschütteten keine Chance mehr. Doch Angehörige und Kollegen der Vermissten geben die Hoffnung nicht auf.

Journal D erinnert an die dramatischen Augenblicke in Lengede und lässt einen Überlebenden zu Wort kommen, der in diesen Tagen ganz nah bei den chilenischen "Mineros" ist und um deren Rettung bangt.

Das Männerhaus von Ketzin

Wenn in Deutschland Frauen von ihren Männern misshandelt werden, haben sie die Möglichkeit in eins der 400 Frauenhäuser bundesweit zu fliehen. Doch nicht nur Männer prügeln auf ihre Partnerinnen und Kinder ein. Die häusliche Gewalt von Frauen gegen ihre Männer nimmt in Deutschland zu, das zeigen Polizeiberichte aus allen Bundesländern. Doch Schutzeinrichtungen für misshandelte Männer gab es bisher nicht. Jetzt hat in Brandenburg das erste Männerhaus Deutschlands aufgemacht.

Moderation: Jörg Brunsmann
Redaktion: Silke Wünsch

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