In den Bemühungen um die finanzielle Rettung Griechenlands hat die EU-Kommission rasche Beschlüsse angemahnt. "Wir arbeiten gegen die Uhr", sagte der Sprecher von EU-Währungskommissar Olli Rehn in Brüssel. Er verwies auch darauf, dass der geplante Schuldenschnitt der Privatgläubiger wie Banken und Versicherungen mehrere Wochen in Anspruch nehmen wird. Die Euro-Finanzminister wollen am Donnerstagabend bei einem Sondertreffen über das zweite Hilfspaket für Griechenland beraten, das einen Umfang von mindestens 130 Milliarden Euro haben soll. Ein wichtiges Treffen zwischen dem griechischen Regierungschef Lukas Papademos und den Inspektoren der Troika aus EU-Kommission, EU-Zentralbank und Internationalem Währungsfonds war heute früh ohne Durchbruch beendet worden. Beim Hauptstreitpunkt, der Kürzung der Renten im Umfang von 300 Millionen Euro, gab es keine Einigung. Insgesamt muss Griechenland 3,3 Milliarden Euro einsparen, um neue Finanzhilfen zu erhalten.
Bei der Offensive der syrischen Regierungstruppen in der Stadt Homs sind wieder zahlreiche Menschen getötet worden. Nach unterschiedlichen Berichten von Aktivisten und arabischen Medien starben an diesem Donnerstag bereits bis zu 30 Bewohner der Protesthochburg durch Mörser- und Raketenbeschuss. Seit Beginn der Angriffe vor fünf Tagen sollen hunderte Menschen getötet worden sein. Der Syrische Nationalrat will im Golfemirat Katar weiter über den Konflikt beraten. Der von Oppositionsgruppen gegründeten Rat setzt inzwischen stärker als bisher auf militärische Optionen. Unter anderem wird über die Bewaffnung von Deserteuren diskutiert.
Deutschland weist vier Mitarbeiter der Botschaft Syriens aus. Dies hat Bundesaußenminister Guido Westerwelle veranlasst. Aus dem Auswärtigen Amt verlautete, die Syrer hätten sich mit dem Diplomatenrecht nicht vereinbare Aktivitäten geleistet. Falls sich noch mehr Hinweise für eine Drangsalierung von syrischen Oppositionellen in Deutschland ergäben, seien weitere Strafmaßnahmen möglich. Am Dienstag waren in Berlin zwei mutmaßliche syrische Spione festgenommen worden. Sie sollen seit Jahren planmäßig syrische Regimekritiker bespitzelt haben. Im Dezember war der syrische Oppositionelle und Grünen-Politiker Ferhad Ahma von Unbekannten in seiner Berliner Wohnung zusammengeschlagen worden. Er betrachtet den Vorfall als Einschüchterungsversuch des Regimes in Damaskus.
Im Nordwesten Pakistans ist ein Anführer des Terrornetzwerks Al-Kaida beim Angriff einer US-Drohne getötet worden. Dies teilten übereinstimmend Beamte des pakistanischen Geheimdienstes und ein Al-Kaida-Mitglied der Nachrichtenagentur AFP mit. Badr Mansoor soll für Anschläge mit zahlreichen Toten verantwortlich sein und zählte zu den Hauptzielen der US-Streitkräfte. Sein Tod sei ein schwerer Schlag für die Al-Kaida in Pakistan, so die Geheimdienstmitarbeiter weiter. Der Drohnenangriff erfolgte demnach in Miranshah im Stammesgebiet von Nord-Waziristan. In anderen Meldungen ist noch von mindestens zwei weiteren getöteten Extremisten die Rede.
Der Oberste Gerichtshof in den USA hat die im Bundesstaat Ohio geplante Hinrichtung eines verurteilten Mörders gestoppt. Kritisiert wurde von dem Gericht unter anderem, dass das ärztliche Attest des Todeskandidaten nicht ausreichend geprüft worden sei. Die höchstrichterliche Entscheidung heizt die Debatte um die Todesstrafe in den Vereinigten Staaten neu an. Zudem dürfte das Urteil weitere Hinrichtungen verzögern.
Die starke Nachfrage nach Premiumautos und Lastwagen hat Daimler im vergangenen Jahr zu Rekorden bei Gewinn und Umsatz verholfen. Nach vorläufigen Zahlen lag der Gewinn mit sechs Milliarden Euro so hoch wie noch nie in der Firmengeschichte, wie der Auto-Konzern in Stuttgart miteilte. Auch der Umsatz habe mit 106,5 Milliarden Euro einen neuen Rekordwert erzielt. Insgesamt wurden 2011 rund 2,1 Millionen Fahrzeuge verkauft - elf Prozent mehr als 2010. Angesichts dieser Zahlen will Daimler an seine Aktionäre die bislang höchste Dividende auszahlen. Die rund 160.000 Beschäftigten in Deutschland erhalten einen Bonus von 4100 Euro. Auch dieser war zuvor nie höher ausgefallen.
In der Bundeshauptstadt startet an diesem Donnerstag die 62. Berlinale. Eröffnet werden die Internationalen Filmfestspiele mit dem Drama "Leb wohl, meine Königin!" über die Anfänge der Französischen Revolution. Um den Goldenen und die Silbernen Bären konkurrieren 18 Produktionen. Den offiziellen Startschuss im Berlinale-Palast geben Kulturstaatsminister Bernd Neumann, Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit und der Direktor des Festivals, Dieter Kosslick.
Fußball-Bundesligist 1899 Hoffenheim hat sich nach dem DFB-Pokal-Aus von seinem Trainer Holger Stanislawski getrennt. Das bestätigte der Verein nach dem 0:1 im Viertelfinale gegen den Zweitligisten Greuther Fürth. In der Bundesliga hatte Hoffenheim nur einen Sieg aus zehn Spielen geholt. Stanislawski war erst im Sommer nach Hoffenheim gewechselt. Als Nachfolger ist der frühere Hertha-Trainer Markus Babbel im Gespräch. - Der deutsche Ex-Radprofi Jan Ullrich ist vom Internationalen Sportgerichtshof wegen Dopings schuldig gesprochen worden. Wie die Richter in Lausanne mitteilten, ist eine Verstrickung Ullrichs in die Doping-Affäre um den spanischen Mediziner Eufemiano Fuentes bewiesen. Dem heute 38-Jährigen wurde deshalb sein dritter Platz bei der Tour de France 2005 aberkannt. Zudem erhielt er eine zweijährige Sperre.